BBC-Serie übermalt echtes, millionenschweres Banksy-Kunstwerk

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In seinem Staffelfinale setzt die britische Serie "The Outlaws" zu einem besonderen Gag an: Hauptdarsteller Christopher Walken streicht eine Wand und übermalt dabei nicht nur wahlloses Graffiti, sondern auch ein Banksy-Bild. Das Pikante an der Szene: Das Kunstwerk war echt - und Millionen wert.

Die Graffiti-Ratten, die weltweit Straßenmauern besiedeln, gehören zu Banksys Markenzeichen  (Symbolbild: Tim P. Whitby/Getty Images)
Die Graffiti-Ratten, die weltweit Straßenmauern besiedeln, gehören zu Banksys Markenzeichen (Symbolbild: Tim P. Whitby/Getty Images)

Ein wenig zögert der von Christopher Walken gespielte Frank in "The Outlaws" noch, als er beim Streichen einer öffentlichen Mauer auf ein Graffiti einer Ratte stößt. "Es ist ganz schön gut", sagt er seiner Aufseherin. Die zeigt sich ungerührt: "Die Kommune gibt vor, dass wir Graffiti übermalen sollen. Also mach weiter." 

Und das tut er: Mit wenigen Strichen seiner Farbrolle ist das Graffiti Geschichte. Was den meisten Zuschauern freilich sofort klar ist: Bei dem Graffiti handelt es sich um eine der berühmten Banksy-Ratten. Was die BBC allerdings erst jetzt verriet: Die Ratte ist keine Nachbildung, sondern stammt tatsächlich von dem weltberühmten Künstler. Laut "The Sun" liegt der Wert des Werks bei umgerechnet 11,7 Millionen Euro. 

Banksy schuf das Kunstwerk eigens für die Serie

In einer offiziellen Mitteilung bestätigte die BBC die Echtheit des Graffitis: "Wir können bestätigen, dass das Kunstwerk am Ende von 'The Outlaws' ein Original-Banksy war, und dass Christopher Walken das Werk beim Filmen der Szene übermalt und es dadurch zerstört", teilte ein Sprecher mit. 

Großes Missverständnis: Paar beschädigt Kunstwerk im Wert von einer halben Million Dollar

Doch Sorgen um die Reaktion des anonymen Künstlers muss sich niemand machen. Banksy war in die Aktion eingeweiht und hatte sich bereiterklärt, für die Serie, die in Banksys Heimatstadt Bristol gedreht wurde, ein einzigartiges Graffiti an die Wand zu sprühen - einzig und allein zu dem Zweck, dass es im finalen Gag der Serie übermalt wird. 

Nicht das erste Mal, dass Banksy ein Bild freiwillig zerstören lässt

Verwunderlich ist die Bereitschaft von Banksy, eines seiner millionenschweren Werke für immer zerstören zu lassen, nicht. 2018 sorgte er für Aufsehen, als er den Rahmen seines berühmten Bildes "Mädchen mit Ballon" für seine Auktion bei Sotheby's speziell präparieren ließ. Kaum war es für 1,2 Millionen Euro versteigert worden, wurde es von dem im Rahmen integrierten Reißwolf in Streifen geschnitten

Banksy bekannte sich am nächsten Tag zu dem Streich und verkündete den neuen Namen des Kunstwerks: "Die Liebe ist im Eimer". Vor Kurzem wurde es erneut versteigert - für 21,8 Millionen Euro. 

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