BBL: medi Bayreuth verliert Alleingesellschafter

Basketball-Bundesligist medi Bayreuth verliert seinen Alleingesellschafter. Unternehmer Carl Steiner kündigte am Montag an, sich beim derzeitigen Tabellenschlusslicht nach fast 40-jährigem Engagement zum 30. Juni zurückzuziehen.

"Es ist für einen kleinen Standort wie Bayreuth immer schwieriger geworden, in der ersten Liga zu bestehen. Den persönlichen Aufwand, der erforderlich ist, um den Bayreuther Basketball in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, kann und will ich nicht mehr leisten", gab der Optik-Unternehmer in einer persönlichen Erklärung bekannt.

"Die derzeitige, prekäre sportliche Situation hat meine Entscheidung nicht beeinflusst, da ein eventueller Weg in die ProA durchaus interessante Chancen bietet, vor allem auch für lokale Talente", so Steiner weiter.

Er werde sein "volles Engagement einbringen, um einen geordneten Übergang zu einer neuen Gesellschafterstruktur zu gewährleisten." Steiner geht nach eigener Aussage davon aus, dass der Verein "in den nächsten vier bis acht Wochen" neue Gesellschafter finden kann.

Gemeinsam mit seinem Bruder Horst, einem Steuerberater, hatte Carl Steiner dem Bayreuther Basketball ab 1984 zu einer Blüte verholfen. Höhepunkt: Der Gewinn von Meisterschaft und Pokal im Jahr 1989 - unter dem Vereinsnamen Steiner Bayreuth.

Selbst der große Michael Jordan streifte einmal das Trikot der Bayreuther über, wenn auch nur im Rahmen eines Show-Spiels, das Jordans größter Sponsor im Jahr 1990 organisiert hatte.