Vor befürchteter Nullrunde noch kräftige Rentenerhöhung

Nach jahrelangen Rentensteigerungen könnte die übliche Erhöhung der Altersbezüge im kommenden Jahr im Westen Deutschlands ausfallen.

Mit dem Juli kommt auch in diesem Jahr wieder eine deutliche Rentenerhöhung. Wird das nach zehn Jahren erst einmal die letzte sein? Die Rentenversicherung rechnet im nächsten Jahr mit einer Nullrunde zumindest im Westen. Entschieden ist aber noch nichts.

Berlin (dpa) - Trotz Wirtschaftskrise in Folge der Corona-Pandemie steigen die Bezüge der 21 Millionen Rentner in Deutschland mit dem Juli erneut spürbar an. Die jährliche Anpassung der Bezüge bringt im Westen ein Plus von 3,45 und im Osten von 4,20 Prozent.

«Wir zeigen mit dieser Rentenerhöhung: Auf die Rente ist Verlass», erklärte Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD). «Sie ist und bleibt eine tragende Säule unseres Sozialstaates.»

Die sogenannte Standardrente steigt nach Angaben der Bundesregierung damit zum 1. Juli auf 1538,55 Euro in Westdeutschland (plus 51,37 Euro) und 1495,35 Euro im Osten der Republik (plus 60,30 Euro). Die Standardrente ist eine Vergleichsgröße, die rechnerisch derjenige bekäme, der 45 Jahre lang als Durchschnittsverdiener Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat.

Die Anhebung in diesem Juli ist die zehnte Rentenerhöhung in Folge. Wegen der Corona-Krise rechnet die Deutsche Rentenversicherung im nächsten Jahr - dem Jahr der Bundestagswahl - zum ersten Mal seit 2010 wieder mit einer Nullrunde, zumindest im Westen. Im Osten könnte es nur einen Mini-Anstieg um 0,7 Prozent geben.

Kommt es wirklich dazu? Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Kerstin Tack sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage: «Die Folgen der Krise lassen sich momentan nur schwer vorhersagen. Die endgültige Entscheidung über die Rentenanpassung 2021 fällt erst im Frühjahr nächsten Jahres. Bis dahin bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Lage in der zweiten Jahreshälfte entwickelt.»

Grundlage für die jährliche Rentenanpassung im Juli ist unter anderem die Lohnentwicklung des vergangenen Jahres. Durch die Corona-Krise steigen Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Die Durchschnittslöhne dürften sinken, heißt es bei der Rentenversicherung. Auf Basis dieser und anderer Daten legt die Bundesregierung per Verordnung im Frühjahr fest, wie sehr die Rente steigt oder auch nicht. Kürzungen sind gesetzlich ausgeschlossen.

In den vergangenen Jahren hatte es kräftige Anstiege von mehr als 3 bis fast 6 Prozent gegeben, wobei der Anstieg im Osten jeweils deutlicher ausfiel, weil noch ein Anpassungsprozess läuft. Der Rentenwert wird bis 2024 schrittweise an den im Westen angeglichen. Das wäre auch der Grund für das mögliche Mini-Plus von 0,7 Prozent im Osten, bei gleichzeitiger Nullrunde im Westen im kommenden Jahr.

Den Anstieg von 3,45 bzw. 4,2 Prozent in diesem Juli bezeichnet der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Adolf Bauer, als unzureichend: «Angesichts der Altersarmut in Deutschland ist die Erhöhung ein Tropfen auf den heißen Stein», sagte er anlässlich des Starts einer Kampagne des Verbands für deutlichere Rentensteigerungen zu Wochenbeginn. Die Verteilungsfrage stelle sich nicht zwischen Alt und Jung, sondern zwischen Arm und Reich. Die durchschnittliche Rente in Deutschland betrage 896 Euro, der durchschnittliche Bruttoverdienst dagegen 3250 Euro.

Die Deutsche Rentenversicherung sieht in Folge der Corona-Pandemie dagegen nicht nur keine Möglichkeit für Rentensteigerungen im kommenden Jahr, sie befürchtet auch, dass die Beitragszahler früher und mehr belastet werden. «Die Rentenversicherung wird von den negativen Auswirkungen der Corona-Krise nicht ausgenommen bleiben», hatte der Vorstandsvorsitzende Alexander Gunkel vor wenigen Tagen gesagt. Durch sinkende Einnahmen dürften die Finanzreserven der Rentenkasse schneller schmelzen. Der Beitragssatz werde früher angehoben werden müssen, sagte Gunkel. Nach Vorausberechnungen der Rentenversicherung bleibt er zwar 2021 noch konstant bei 18,6 Prozent. Danach droht aber ein Anstieg. Bis 2025 könnte ein Beitragssatz von 20 Prozent erreicht sein, so die Prognose.

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