Befreite Geisel muss als erstes zu Bestattung von kurz zuvor gestorbenem Vater

Schreckliche Nachricht kurz nach der Befreiung aus der Geiselhaft: Der Vater von Almog Meir Jan, der zu den vier von der israelischen Armee aus dem Gazastreifen geretteten Geiseln gehört, ist wenige Stunden zuvor gestorben. (-)
Schreckliche Nachricht kurz nach der Befreiung aus der Geiselhaft: Der Vater von Almog Meir Jan, der zu den vier von der israelischen Armee aus dem Gazastreifen geretteten Geiseln gehört, ist wenige Stunden zuvor gestorben. (-)

Schreckliche Nachricht kurz nach der Befreiung aus der Geiselhaft: Der Vater von Almog Meir Jan, eine der vier von der israelischen Armee aus dem Gazastreifen geretteten Hamas-Geiseln, ist wenige Stunden zuvor gestorben. Almog werde noch am Sonntag an der Bestattung seines Vaters teilnehmen, erklärte das Forum der Geisel-Familien. Die Trauerfeier solle im Familienkreis stattfinden und sei für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

"Almog bedankt sich für all die Unterstützung und Liebe, die er bekommen hat. Er bittet aber darum, seine Privatsphäre während der Trauer zu respektieren", erklärte das Familien-Forum. Die Schwester des Verstorbenen hatte zuvor die schreckliche Koinzidenz der Ereignisse bekannt gemacht.

"Mein Bruder starb vor Trauer und konnte die Rückkehr seines Sohnes nicht erleben", sagte Dina Jan dem Radiosender Kan. "Am Abend vor der Rückkehr von Almog erlitt mein Bruder einen Herzinfarkt." Sie habe Yossi Jan bewusstlos in seinem Haus entdeckt, als sie ihm die gute Nachricht von der Geiselbefreiung habe überbringen wollen. "Wir freuen uns sehr über Almogs Rückkehr, aber wir sind sprachlos und das Gehirn kann das einfach nicht verstehen", sagte Dina Jan.

Der 22-jährige Almog Meir Jan und drei weitere Geiseln waren acht Monate nach dem Hamas-Großangriff auf Israel am Samstag bei einer Befreiungsaktion der israelischen Armee in Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens gerettet worden. Die radikalislamische Hamas warf Israel vor, bei dem Einsatz in der Flüchtlingssiedlung mehr als 270 Menschen getötet zu haben.

jes/lan