Behörde warnt vor Sicherheitslücken in zehntausenden Clouds

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Die Daten in mehr als 20.000 in Deutschland betriebenen Clouds sind womöglich nicht ausreichend geschützt. Diese Online-Speicher nutzten veraltete Software-Versionen und hätten deshalb "zum Teil kritische Sicherheitslücken", teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Donnerstag mit. Angreifer könnten auf die in der Cloud gespeicherten Daten "zugreifen, sie manipulieren oder veröffentlichen", warnte die Behörde.

Betroffen sind laut BSI Cloud-Anwendungen großer und mittelständischer Unternehmen, öffentlicher und kommunaler Einrichtungen, von Energieversorgern, Krankenhäusern, Rechtsanwälten und privaten Nutzern. Das BSI habe die Provider bereits Anfang Februar aufgefordert, ihre Kunden auf die Sicherheitslücken hinzuweisen. Bislang habe aber nur ein Fünftel der bekannten betroffenen Unternehmen, Institutionen und Privatnutzer entsprechende Updates installiert.

Der Betrieb von Clouds mit veralteter Software sei "fahrlässig" und mache es Kriminellen "viel zu leicht, sensible Daten zu stehlen oder Geschäftsprozesse zu beeinflussen", mahnte BSI-Präsident Arne Schönbohm. Die nötigen Updates stünden bereits seit längerer Zeit zur Verfügung.

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