Behörden in brasilianischem Überschwemmungsgebiet warnen vor weiteren Erdrutschen

In den Überschwemmungsgebieten im Süden Brasilien drohen Behörden zufolge angesichts anhaltender Regenfälle erneute Überflutungen und Erdrutsche. Behörden des Bundesstaats Rio Grande do Sul warnten vor Niederschlägen am Sonntag und Montag. (Gustavo Ghisleni)
In den Überschwemmungsgebieten im Süden Brasilien drohen Behörden zufolge angesichts anhaltender Regenfälle erneute Überflutungen und Erdrutsche. Behörden des Bundesstaats Rio Grande do Sul warnten vor Niederschlägen am Sonntag und Montag. (Gustavo Ghisleni)

In den Überschwemmungsgebieten im Süden Brasiliens drohen Behörden zufolge angesichts anhaltender Regenfälle erneute Überflutungen und Erdrutsche. Behörden des Bundesstaats Rio Grande do Sul warnten am Samstag (Ortszeit) vor besonders starken Niederschlägen an den kommenden beiden Tagen. "Wir sind immer noch in einer Notlage", sagte Gouverneur Eduardo Leite in einer Videobotschaft im Onlinedienst Instagram.

Heftige Regenfälle im Süden Brasiliens hatten Anfang Mai Erdrutsche und Überschwemmungen verursacht, mindestens 136 Menschen kamen nach jüngsten Behördenangaben dabei ums Leben. 125 weitere Menschen werden nach Angaben der Zivilschutzbehörde noch vermisst, 806 weitere wurden verletzt. Insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen waren von den Überflutungen betroffen, 537.000 mussten ihre Häuser verlassen. 92.000 Häuser wurden laut dem Nationalen Gemeindeverband beschädigt oder zerstört.

Brasilien hat in den vergangenen Monaten immer wieder unter Extremwetterereignissen wie Hitzewellen und Starkregen gelitten. Experten zufolge führt die Erderwärmung dazu, dass solche Ereignisse häufiger und intensiver auftreten. Derzeit werden die Wetterextreme durch das Klimaphänomen El Niño verstärkt.

se/