Behörden: Mysteriöse Lungenkrankheit in China ist kein Sars

Neues Corona-Virus steht hinter Lungenkrankheit in China

Die mysteriöse Lungenkrankheit, die immer mehr Menschen in China erfasst, hat nach Angaben der Behörden nichts mit dem tödlichen Sars-Virus zu tun. Bei Tests seien mehrere Diagnose-Hypothesen ausgeschlossen worden, unter anderem Sars, teilte das Gesundheitsamt der Stadt Wuhan mit. Dort war die mysteriöse Krankheit im vergangenen Monat das erste Mal aufgetreten. Der Ausbruch hatte Ängste vor einer neuen Sars-Epidemie geweckt - an einer solchen waren 2003 in der Volksrepublik hunderte Menschen gestorben.

Inzwischen sind den Angaben zufolge 59 Menschen an der mysteriösen Lungenentzündung erkrankt, sieben von ihnen schwer. Alle werden in Quarantäne behandelt, die Ursache ist immer noch unklar. "Niemand ist gestorben", betonte das Gesundheitsamt.

Vom Ausbruch der neuen Krankheit hatten Chinas Behörden das erste Mal in der vergangenen Woche berichtet, demnach wurde der erste Fall bereits am 12. Dezember registriert. Mehrere der Erkrankten arbeiteten auf einem Fischmarkt im zentralchinesischen Wuhan, der seitdem geschlossen ist.

In der Elf-Millionen-Stadt hatte der Ausbruch der Krankheit sofort zu Spekulationen über einen Zusammenhang mit der hochansteckenden Atemwegserkrankung Sars geführt, an der im Jahr 2003 in China 349 Menschen gestorben waren und in Hongkong weitere 299. Am Mittwoch hatte die Polizei mitgeteilt, dass in dem Zusammenhang acht Menschen wegen "Verbreitung falscher und ungeprüfter Informationen im Internet" festgenommen worden seien.