Bergbauunternehmen: Riesiges Vorkommen an Seltenen Erden in Südnorwegen

Ein Vorkommen Seltener Erden in Südnorwegen ist nach Angaben eines Bergbauunternehmens das größte in Europa: Neue Untersuchungen hätten ergeben, dass das Fensfeltet-Vorkommen 8,8 Millionen Tonnen der wertvollen Metalle enthalte. (Ed Jones)
Ein Vorkommen Seltener Erden in Südnorwegen ist nach Angaben eines Bergbauunternehmens das größte in Europa: Neue Untersuchungen hätten ergeben, dass das Fensfeltet-Vorkommen 8,8 Millionen Tonnen der wertvollen Metalle enthalte. (Ed Jones)

Ein Vorkommen Seltener Erden in Südnorwegen ist nach Angaben eines Bergbauunternehmens das größte bislang bekannte in Europa. Neue Untersuchungen hätten ergeben, dass das Fensfeltet-Vorkommen 8,8 Millionen Tonnen der wertvollen Metalle enthalte, erklärte das Unternehmen Rare Earths Norway am Donnerstag. Damit würde es das Vorkommen von Kiruna in Schweden deutlich übertreffen, das mit ein bis zwei Millionen Tonnen bislang als größtes in Europa galt.

Die Metalle der Seltenen Erden sind eine Reihe von Elementen, die etwa für die Produktion von Windkraftgeneratoren oder Elektroautos gebraucht werden. Der mit Abstand größte Teil der weltweiten Produktionsmenge stammt bislang aus China. Die EU, der Norwegen nicht angehört, aber mit der das Land sehr enge Verbindungen hat, importiert bislang 98 Prozent der Seltenen Erden aus der Volksrepublik.

Selten im Wortsinn sind die Metalle streng genommen nicht. Die meisten der 17 zu den Seltenen Erden zählenden Elemente kommen vergleichsweise häufig vor, etwa auch in Deutschland. Problematisch ist jedoch die Gewinnung, weil die Metalle in der Regel in Verbindungen in Erzschichten enthalten sind. Die Förderung ist komplex und oft höchst umweltschädlich.

Rare Earths Norway strebt nach eigenen Angaben einen Start des Abbaus in Fensfeltet ab 2030 an. Geschäftsführer Alf Reistad sprach von "deutlich geringeren Auswirkungen auf Klima und Umwelt" als bei bisherigen Wertschöpfungsketten für die Metalle. Allein in einer ersten Phase seien Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Kronen (867 Millionen Euro) nötig.

Im Januar 2023 hatte der schwedische Bergbaukonzern LKAB die Entdeckung des Vorkommens in Kiruna, im Norden des Landes, bekanntgegeben. Bislang ist in Europa noch keine Miene für Seltene Erden in Betrieb.

pe/kas