Bericht: CDU hält in neuem Grundsatzprogramm am Status als Volkspartei fest

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer

Die CDU will mit dem geplanten neuen Grundsatzprogramm ihren Status als Volkspartei sichern. Den Volksparteien komme angesichts der zunehmenden Polarisierung in der Gesellschaft eine Aufgabe zu, die "im 21. Jahrhundert wahrscheinlich noch wichtiger ist als in den zurückliegenden 75 Jahren", zitierte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstagsausgabe) aus einer "Ideenskizze" der Parteizentrale für das Programm, das zum Jahresende verabschiedet werden soll. Es gebe kein Naturgesetz, das besage, dass Volksparteien ihre Funktionen verloren hätten.

Das neue Grundsatzprogramm soll nach Vorstellung der Parteizentrale ein "Haltungsprogramm" sein: In ihm gehe es um "eine Haltungsbestimmung angesichts einer immer größeren Fliehkräften ausgesetzten Gesellschaft", zitiert die Zeitung weiter aus der Vorlage.

Das Programm müsse "den Kitt anrühren", der die auseinanderdriftenden Vorstellungen zusammenhalte. Es solle eine "genuin christdemokratische Haltung für die Zukunft unserer Volkspartei definieren" und zudem eine Attraktivität ausstrahlen, mit der auch Menschen erreicht würden, die sich bisher nicht zur CDU bekennen.

Das Programm solle den "inhaltlichen Kompass der CDU in einer gewandelten Gesellschaft neu ausrichten", und es solle daher "kürzer", "weniger konkret" und "kaum an tagespolitischen Fragestellungen ausgerichtet" sein. Die "Ideenskizze" soll am Wochenende bei der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands in Hamburg eine Rolle spielen, bei der auch über das Grundsatzprogramm debattiert wird.