Bericht: Deutsche Juden haben Angst vor muslimischem Antisemitismus

Die Zuwanderung aus islamischen Ländern verunsichert die jüdische Bevölkerung in Deutschland, sagt eine Experten-Kommission.

Juden in Deutschland sehen Antisemitismus unter Muslimen als immer größeres Problem. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Antisemitismus-Bericht einer Expertenkommission hervor. Internet und soziale Medien seien zu zentralen Verbreitungsinstrumenten von Hassbotschaften und judenfeindlicher Hetze geworden, was zur Wahrnehmung einer steigenden Gefahr beitrage.

Juden in Deutschland sorgten sich aufgrund alltäglicher antisemitischer Erfahrungen zunehmend um ihre Sicherheit. Der Expertenkreis fordert deshalb eine verbesserte Erfassung und Ahndung antisemitischer Straftaten sowie die Stärkung von Beratungsangeboten für die von Antisemitismus Betroffenen. Die Sachverständigen warnen aber zugleich vor voreiligen Schlussfolgerungen. Rechtsextremisten seien nach wie vor die bedeutendsten Träger des Antisemitismus in Deutschland.

Schulbildung trägt auch bei jungen Muslimen zu einer Reduktion von Antisemitismus bei

Für große Aufmerksamkeit hatte vor kurzem der Fall eines 14-jährigen jüdischen Jungen in Berlin gesorgt, der an seiner Schule gemobbt und bedroht worden war. Einer der Mitschüler, von denen viele aus türkisch- oder arabischstämmigen Familien stammen, soll gesagt haben: "Alle Juden sind Mörder."

Das Ausmaß antisemitischer Einstellungen unter muslimisch sozialisierten Jugendlichen sei zwar höher als unter nichtmuslimischen, heißt es in dem Bericht. Insbesondere Migranten aus arabischen und nordafrikanischen Ländern neigten zum Antisemitismus. Ältere Muslime und Nichtmuslime u...

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