Bericht: Einschnitte bei Windradbauer Enercon kosten 3000 Jobs - großenteils bei Zulieferern

Der Windradbauer Enercon plant laut Bericht der "Süddeutschen Zeitung" harte Einschnitte, durch die an den Standorten Aurich und Magdeburg jeweils 1500 Jobs wegfallen werden. Das Unternehmen wolle ab dem kommenden Jahr Verträge mit deutschen Zulieferern kappen und auch in der Zentrale in Aurich 250 bis 300 Stellen streichen, berichtete die Zeitung am Freitag.

Enercon hat seine Produktion demnach fast vollständig an kleinere Drittfirmen ausgelagert, die aber oft allein von Enercon abhängen. Werden Lieferverträge wie geplant beendet, droht vielen dieser Firmen das Aus.

"Die Krise der Energiewende ist auch bei uns angekommen", sagte Enercon-Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig der "Süddeutschen Zeitung". Hintergrund der Probleme ist ein Einbruch beim Zubau von Windanlagen: Lieferte Enercon in den vergangenen Jahren jährlich teils mehr als 700 Anlagen für den deutschen Markt aus, waren es in diesem Jahr nach Unternehmensangaben erst 65, wie die "Süddeutsche" berichtete.

"Die Politik hat uns den Stecker gezogen", sagte Firmenchef Kettwig der Zeitung. "Und einen Akku haben wir nicht." Auch das internationale Geschäft könne den Einbruch nicht kurzfristig kompensieren.