Bericht: Erdgasspeicher in Deutschland füllen sich

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Gazprom-Logo (AFP/Olga MALTSEVA)

In die Gasspeicher in Deutschland und der EU wird laut einem Bericht des "Handelsblatt" zur Zeit mehr Gas zu- als abgeführt. "Aktuell überwiegen in Deutschland insgesamt die Einspeicherungen die Ausspeicherungen, der Füllstand der Speicher steigt also", sagte der Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), Sebastian Bleschke, dem "Handelsblatt". Dies treffe auch auf die vom russischen Gazprom-Konzern betriebenen Speicher zu.

Nach eigenen Angaben hatte Gazprom gemäß einer entsprechenden Anweisung des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag mit der Umsetzung eines Plans zur Erhöhung von Gaslieferungen Richtung Europa begonnen. Der Plan zur Einspeisung von Gas in fünf europäische unterirdische Speicher sei von Gazprom genehmigt und mit der Umsetzung begonnen worden, teilte das Unternehmen mit.

Putin hatte Gazprom Ende Oktober angewiesen, die Füllung der russischen Gasspeicher bis zum 8. November abzuschließen. Anschließend solle Gazprom "beginnen, das Gasvolumen in den unterirdischen Speichern in Europa - Österreich und Deutschland - schrittweise zu erhöhen".

Putin hatte gesagt, dieser Zeitplan werde es Gazprom ermöglichen, "seine vertraglichen Verpflichtungen zur Versorgung der europäischen Partner mit Gas im Herbst und Winter zu erfüllen". Der russische Staatschef fügte hinzu, dass die geplanten Lieferungen "eine günstigere Situation auf dem Energiemarkt in Europa insgesamt" schaffen würden.

Im größten Gasspeicher Europas im niedersächsischen Rehden, der von der Gazprom-Tochter Astora betrieben wird, werden seit Samstag wieder Einspeisungen vorgenommen, "wenn auch auf niedrigem Niveau", sagte Bleschke dem "Handelsblatt". Auch der Gasspeicher Jemgum in Niedersachsen, ebenfalls von Astora betrieben, werde derzeit "stark befüllt".

Daten der europäischen Gasfernleitungsbetreiber-Organisation ENTSOG belegen laut "Handelsblatt" außerdem, dass mehr Gas an der Übergangsstelle Mallnow in Brandenburg über die polnische Grenze strömt. Auch in Mallnow erreicht russisches Gas die Bundesrepublik.

fho/hcy

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