Bericht: "Falsches" Heiraten fördert Einkommensungleichheit in Deutschland

Arme heiraten Arme und Reiche heiraten Reiche: Die Wahl des Ehepartners ist einem Bericht zufolge eine wichtige Ursache für die Einkommensungleichheit in Deutschland. Wie die "Bild"-Zeitung am Montag unter Berufung auf ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirates des Bundesfinanzministeriums berichtete, sind für die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung in deutschen Haushalten "Heiratsentscheidungen von großer Bedeutung".

"Heiraten von wirtschaftlich ähnlich gestellten Personen führen zu einer größeren Ungleichheit der Haushaltseinkommen als Heiraten zwischen wirtschaftlich unterschiedlich gestellten Personen", schreiben die Wissenschaftler. Das bedeutet: Da Geringverdiener eher Geringverdiener heiraten, bleiben sie arm.

Zum Abbau der Ungleichheiten empfehlen die Experten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), mehr für die Bildung zu tun. "Eine Verbesserung der Verteilungsgerechtigkeit ist ... vor allem durch Maßnahmen zu erzielen, die den Bildungserfolg benachteiligter Bevölkerungsgruppen steigern und so Chancengleichheit und soziale Mobilität fördern", heißt es in dem Gutachten. Empfohlen werden "die frühkindliche Förderung insbesondere bei besonders benachteiligten Gruppen, das längere gemeinsame Lernen, die Durchlässigkeit von Schulsystemen sowie die Verringerung von Abbrecherquoten".

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