Bericht: Kosten für die Versicherung von Anhängern könnten sinken

Wohnwagen bei Messe in Düsseldorf

Für Inhaber von Wohnwagen, Bootsanhängern oder auch einer Speditionsfirma könnten die Versicherungsprämien einem Zeitungsbericht zufolge künftig sinken. Wie die "Rheinische Post" am Dienstag berichtete, sieht ein Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) vor, dass künftig bei einem Unfall in der Regel allein die Versicherung des Zugfahrzeugs für den Schaden aufkommen soll. Der Entwurf soll demnach am Mittwoch vom Kabinett in Berlin verabschiedet werden.

Hintergrund ist laut dem Bericht, dass seit 2010 eine Doppelhaftung gilt. Demnach müssen sich der Haftpflichtversicherer des Zugfahrzeugs, also beispielsweise eines Pkw oder einer Sattelzugmaschine, und der Versicherer des Anhängers die Schadenssumme zu je 50 Prozent teilen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden hatte. Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge stieg in der Folge der Verwaltungsaufwand für die Versicherungen.

Die Doppelversicherung von Zugmaschine und Anhänger habe so zu einer Vervielfachung der Prämien geführt. Insbesondere bei Betreibern von Anhängerflotten mit bis zu 7000 Fahrzeugen hätten sich zusätzliche Kosten von teilweise über zwei Millionen Euro ergeben, erklärte der Verband. Dem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge ist allerdings noch offen, ob die Versicherungsunternehmen künftig die geringeren Verwaltungskosten in Form von niedrigeren Prämien auch an ihre Kunden weitergeben.