Medien: Meghans Vater reist nicht zur Hochzeit seiner Tochter mit Prinz Harry

Gedenkbriefmarke der Royal Mail

Ein Skandal um gestellte Paparazzi-Fotos trübt die Vorfreude auf die Hochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry: Laut Medienberichten sagte der Vater der US-Schauspielerin seine Teilnahme an der Feier ab, um seiner Tochter weitere Peinlichkeiten zu ersparen. Der Kensington-Palast sprach von einer "schwierigen Situation" und einem "zutiefst persönlichen Moment für Fräulein Markle in den Tagen vor ihrer Hochzeit".

Laut dem auf Promi-Nachrichten spezialisierten US-Portal "TMZ" hatte Thomas Markle trotz der Bitten des Kensington-Palastes um Diskretion inszenierte Paparazzi-Fotos von sich machen lassen. Die Bilder zeigten den Brautvater beim Maßnehmen für einen Anzug, beim Betrachten eines Fotos von Meghan und Harry auf einem Computer sowie beim Blättern in einem Großbritannien-Bildband. Laut "Daily Mirror" wurden die Fotos für 100.000 Dollar (83.000 Euro) an diverse Medien in aller Welt verkauft.

Laut "TMZ" erlitt der 73-Jährige nach Bekanntwerden des Skandals vor wenigen Tagen einen Herzinfarkt. Aus gesundheitlichen Gründen und um seine Tochter nicht weiter in Verlegenheit zu bringen, habe er sich gegen die Reise zu der Hochzeit nach Großbritannien entschieden.

Eigentlich hätte Markle seine Tochter am Samstag in der Kapelle von Windsor Castle zum Altar führen sollen. Das Königshaus bestätigte Markles Absage zwar nicht, sprach jedoch von einer "schwierigen Situation" und bat um "Verständnis und Respekt" für den Brautvater.

Der 73-Jährige sagte "TMZ", er habe seit dem Wirbel um die gestellten Fotos nichts von seiner Tochter gehört. Meghans Mutter - seine Ex-Frau Doria Ragland - sei "eine gute Wahl", um die gemeinsame Tochter zum Traualtar zu führen. Die 61-jährige Yogalehrerin ist Berichten zufolge bereits in Großbritannien eingetroffen, um Mitglieder der Königsfamilie zu treffen.

Meghans Halbschwester Samantha Grant erklärte Presseberichten zufolge, sie habe ihrem Vater zu den gestellten Fotos geraten, um seinem "schlechten" Bild in den Medien "positive Fotos" entgegenzusetzen. Um Geld sei es dabei nicht gegangen.

Meghan hat seit Jahren keinen Kontakt zu den Kindern ihres Vaters aus einer früheren Beziehung. Halbbruder Thomas Markle Junior und Halbschwester Samantha Grant taten vor der Hochzeit einiges, um Meghan in ein schlechtes Licht zu rücken und warfen ihr vor, sie nicht eingeladen zu haben.

Der 51-jährige Thomas Markle Junior hatte Prinz Harry Ende April in einem offenen Brief sogar aufgefordert, die "falsche Märchenhochzeit" abzusagen. Meghan sei "nicht die Richtige" für Harry, die bevorstehende Heirat sei "der größte Fehler in der Geschichte der königlichen Hochzeiten". Auch Halbschwester Samantha sorgte für Unruhe: Sie kündigte die Veröffentlichung eines Enthüllungsbuchs an - Titel: "Tagebuch der Schwester von Prinzessin Penetrant".

Einer Mehrheit der Briten sind die Sorgen um Harrys und Meghans Eheschließung derweil offensichtlich egal: Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage interessieren sich 66 Prozent der Befragten im Vereinigten Königreich nicht für die Royale Hochzeit.