Bericht: Rechtsanspruch auf Nachholen eines Berufsabschlusses soll kommen

Bund, Länder und Sozialpartner wollen die Weiterbildung in Deutschland stärker fördern. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete am Dienstag unter Berufung auf die Nationale Weiterbildungsstrategie, Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss sollten einen grundsätzlichen Anspruch auf die Förderung einer beruflichen Nachqualifizierung haben. Geplant sei auch eine Ausweitung der Aufstiegsfortbildungsförderung ("Aufstiegs-Bafög").

Die Nationale Weiterbildungsstrategie soll am Mittwoch veröffentlicht werden. Laut RND sieht sie vor, dass die Bundesagentur für Arbeit mit Beschäftigten, die arbeitslos werden, innerhalb von drei Monaten Maßnahmen entwickeln soll - und ihnen dabei auch die Förderung einer Weiterbildung anbieten soll, "um ihre Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig zu fördern".

Beim Aufstiegs-Bafög geht es dem Bericht zufolge um eine finanzielle Unterstützung zum Erwerb eines weiteren höheren Berufsabschluss - etwa Meister, Fachwirt oder Fachkaufmann. Die Bundesmittel dafür sollen laut Strategie um 350 Millionen Euro in dieser Legislaturperiode aufgestockt werden.

"Weiterbildung ist der Schlüssel zur Fachkräftesicherung, zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und damit für die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes", zitierte das RND aus dem Strategiepapier. "Wir brauchen daher eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland, die Weiterbildung als selbstverständlichen Teil des Lebens versteht."