Bericht: VW beendet Aufklärung von Abgasaffäre durch US-Kanzlei Jones Day

Der Volkswagen-Konzern hat nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" die Aufklärung in der Abgasaffäre durch die US-Kanzlei Jones Day beendet. Einen Abschlussbericht werde es nicht geben, hieß es unter Berufung auf Unternehmensangaben

Der Volkswagen-Konzern hat nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" die Aufklärung der Abgasaffäre durch die US-Kanzlei Jones Day beendet. Die interne Untersuchung durch die Anwälte sei eingestellt worden, einen Abschlussbericht werde es nicht geben, hieß es unter Berufung auf Unternehmensangaben. Laut "BamS" kostete die Tätigkeit von Jones Day VW rund 140 Millionen Euro.

Bereits im Januar war deutlich geworden, dass VW anders als zunächst geplant keinen Abschlussbericht der Untersuchung veröffentlichen wollte. Dies würde die Grundlage für Klagen von Investoren und Kunden stärken, hieß es damals in Medienberichten unter Berufung auf Konzernkreise.

Volkswagen hatte im September 2015 Abgas-Manipulationen bei weltweit elf Millionen Dieselautos zugeben müssen. Kurz darauf beauftragte der Autobauer Jones Day damit, die Hintergründe zu ermitteln. Die Arbeit der Kanzlei war eine wesentliche Grundlage für eine Einigung des Konzerns mit dem US-Justizministerium.

Anders als in den USA verweigert VW deutschen Käufern von manipulierten Diesel-Fahrzeugen des Unternehmens bislang eine Entschädigung. Es laufen dazu jedoch zahlreiche Gerichtsverfahren.

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