Berichte: Britney Spears' Vater will Vormundschaft abgeben

·Lesedauer: 2 Min.
Britney Spears im Juli 2019 in Hollywood

Inmitten des bitteren Rechtsstreits mit seiner Tochter Britney Spears hat sich deren Vater Medienberichten zufolge überraschend bereit erklärt, sich als Vormund des US-Popstars zurückziehen. Jamie Spears sei bereit, mit dem Gericht und dem neuen Anwalt seiner Tochter zusammenzuarbeiten, um einen neuen Vormund einzusetzen, berichteten unter anderem die Website "TMZ" und das Magazin "Variety" am Donnerstag unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

Die Anwälte des 69-Jährigen erklärten den Berichten zufolge, dass es "sehr fraglich sei, ob ein Wechsel des Vormunds zu diesem Zeitpunkt im besten Interesse von Frau Spears wäre". Jamie Spears wolle aber einen weiteren "öffentlichen Kampf mit seiner Tochter" vermeiden.

Britney Spears war 2008 wegen psychischer Probleme vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen worden. Ihr Vater übernahm die Vormundschaft über seine Tochter und damit neben der Verwaltung ihrer persönlichen Belange auch die Kontrolle über ihr Vermögen. Zuletzt kontrollierte er nur noch ihre Finanzen, doch will seine Tochter ihn nun durch den kalifornischen Wirtschaftsprüfer Jason Rubin als Treuhänder ersetzen.

Spears war im vergangenen Jahr gegen die Vormundschaft ihres Vaters vor Gericht gezogen, in einer ersten Entscheidung hatte das Gericht den Antrag aber abgelehnt. Mitte Juli konnte die Sängerin mit der Ernennung ihres eigenen Anwalts jedoch einen Etappensieg erzielen. Dieser startete dann einen neuen Anlauf, um ihrem Vater die Vormundschaft zu entziehen.

Ende Juni hatte Spears in einer emotionalen Stellungnahme vor Gericht die Vormundschaft ihres Vaters als "missbräuchlich" bezeichnet. Sie sei "traumatisiert" und "deprimiert", dass ihr Vater ihr keinerlei Entscheidungsfreiheit lasse. Dessen Anwälte bezeichneten die Vorwürfe der Sängerin als ungerechtfertigt.

In einer ersten Reaktion begrüßte der neue Anwalt der 39-Jährigen, Mathew Rosengart, das Angebot. Gleichzeitig aber deutete Rosengart an, dass der Rechtsstreit damit noch nicht beendet sei. Er freue sich darauf, die "intensive Untersuchung des Verhaltens von Herrn Spears und anderen in den letzten 13 Jahren fortzusetzen, während er Millionen von Dollar aus dem Vermögen seiner Tochter eingestrichen hat", zitierte "Variety" aus einer Erklärung des Anwalts.

Jamie Spears wies am Donnerstag erneut Behauptungen zurück, er habe seine Tochter ausgenutzt. In den Gerichtsdokumenten bekräftigte er, dass er nur ihr Bestes im Sinn habe.

Würde die Öffentlichkeit alle Fakten aus dem Leben der Sängerin kennen, "nicht nur ihre Höhen, sondern auch ihre Tiefen, alle Sucht- und psychischen Probleme", und wüsste sie um die Herausforderungen der Vormundschaft, würde sie ihren Vater "loben und ihn nicht verunglimpfen", hieß es in den Dokumenten. Die nächste Gerichtsanhörung ist für den 29. September angesetzt.

ans/ju

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.