Berichte: Klage wegen Hochverrats gegen Aung San Suu Kyi

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Bei einer Verurteilung könnten der Nobelpreisträgerin 20 Jahre Haft oder sogar die Todesstrafe drohen. Nach dem Putsch geht die neue Militärführung auch gegen Politiker der entmachteten Regierung vor.

Unter Hausarrest - und Berichten zufolge bald vor Gericht: Die neue Militärführung in Myanmar soll Aung San Suu Kyi Hochverrat vorwerfen. (Archivbild)
Unter Hausarrest - und Berichten zufolge bald vor Gericht: Die neue Militärführung in Myanmar soll Aung San Suu Kyi Hochverrat vorwerfen. (Archivbild)

Naypyidaw (dpa) - Die neue Militärführung in Myanmar will die bisherige Regierungschefin Aung San Suu Kyi offensichtlich anklagen.

Ein Mitglied ihrer Partei «Nationale Liga für Demokratie» (NLD) schrieb auf Facebook, die 75-Jährige solle wegen Verstößen gegen die Import-Export-Gesetze des Landes zur Verantwortung gezogen werden. In sozialen Netzwerken gab es aber auch zahlreiche Berichte, wonach die Friedensnobelpreisträgerin wegen Hochverrats vor Gericht gestellt werden solle. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

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Das Militär im früheren Birma hatte sich in der Nacht zum Montag zurück an die Macht geputscht. Gestern stellte die Armee ihr neues Kabinett vor, bestehend aus Generälen, ehemaligen hochrangigen Soldaten und Politikern einer vom Militär gestützten Partei.

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Die frühere Freiheitsikone Suu Kyi und Dutzende andere Politiker wurden derweil unter Hausarrest gestellt. Berichten zufolge sollen auch andere Politiker der entmachteten zivilen Regierung vor Gericht gestellt werden. Auf Hochverrat stehen in Myanmar die Todesstrafe oder bis zu 20 Jahre Haft, wie die regierungsnahe Zeitung «Global New Light Of Myanmar» bereits 2018 berichtet hatte.

Die USA und die EU drohen mit Sanktionen. Der UN-Sicherheitsrat in New York konnte sich aber zunächst nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen.

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