Berlin: 12 Millionen Euro für die Sanierung der Schultoiletten

39 Schulen in Berlin stehen in diesem Jahr auf dem Programm. In zehn Jahren sollen alle Toiletten saniert sein.

Sogar in Michael Müllers erster Regierungserklärung vom Januar 2015 fanden sie Eingang: Berlins Schultoiletten. "Ich will keine Schulen mehr akzeptieren, in denen sich Schülerinnen und Schüler vor dem Gang zur Toilette ekeln müssen", sagte der Regierende Bürgermeister damals. Der Senat beschloss das Sanitär-Sanierungsprogramm, in dessen Rahmen die Bezirke seit 2015 jährlich zwölf Millionen Euro für die Instandsetzung von Toiletten, Wasch- und sonstigen Sanitärräumen erhalten – zusätzlich zu den gut 64 Millionen Euro aus dem Schulanlagensanierungsprogramm, mit dem Berlins marodeste Schulen instandgesetzt werden. Das Thema bleibt heiß: In Berlins größter Schule, dem Oberstufenzen­trum Handel 1 in Kreuzberg, werden nun Toilettencontainer aufgestellt, da aus einem schadhaften Abwasserrohr bereits seit Januar Fäkalien in die darunterliegende Belüftungsanlage entweichen.

Handlungsbedarf besteht nicht nur dort. "In den nächsten zehn Jahren wollen wir alle Berliner Schulen sanieren, die bislang nicht angefasst wurden – auch die Toiletten", so der SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck. Gerade wollte er in einer Anfrage an den Senat wissen, welche Schulen in diesem Jahr ihre meist nicht so stillen Orte sanieren dürfen. Demnach gehen an jeden der zwölf Bezirke eine Million Euro. "Die Bezirke entscheiden dann selbst, welche Toiletten sie sanieren", so Langenbrinck. Pauschal könne man sagen, dass die Sanierung pro Schule um die 250.000 Euro kostet, pro Jahr als...

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