Berlin und Ankara vereinbaren "strategischen Dialog"

Westerwelle und Davutoglu unterzeichnen Erklärung

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und sein türkischer Kollege Ahmet Davutoglu haben einen sogenannten strategischen Dialog zwischen beiden Ländern vereinbart, der künftig regelmäßig stattfinden soll. Die beiden Minister unterzeichneten in Berlin eine entsprechende Erklärung. Inhalt des Dialogs sollen etwa die Beziehungen beider Staaten, die Terrorbekämpfung, internationale und regionale Themen sowie Europafragen sein.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts soll "diese neue und langfristig angelegte Form der Konsultationen die ganze Bandbreite der deutsch-türkischen Beziehungen abdecken". Zudem solle "die intensive Zusammenarbeit der deutschen und türkischen Regierung auf eine neue Ebene" gehoben werden.

Davutoglu hält sich seit Samstag in Berlin auf. Unter anderem traf er bereits Angehörige der türkischen Mordopfer der rechtsterroristischen Zelle NSU. Unter den zehn Todesopfern, deren Ermordung dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zur Last gelegt wird, sind acht türkischstämmige Kleinunternehmer.

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