Berlin: Bekannter von Amri wegen Messerstecherei zu Haft verurteilt

Auch der Berlin-Attentäter selbst soll an dem Vorfall in Berlin beteiligt gewesen sein und mit einem Hammer zugeschlagen haben.

Ein 30-Jähriger, der gemeinsam mit Attentäter Anis Amri ein halbes Jahr vor dem Terror-Anschlag in Berlin an einer Messerstecherei beteiligt war, ist zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden.

Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Angeklagten am Dienstag der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Er habe bei der Auseinandersetzung in einer Bar im Stadtteil Neukölln ein Messer gezogen und auf einen 30-jährigen Kontrahenten eingestochen, begründete die Richterin. Hintergrund seien "wohl Drogen gewesen". Der 30-Jährige sei der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung schuldig. Amri soll bei der Tat im Juli 2016 mit einem Gummi-Hammer zugeschlagen haben.

Bereits vor dem Attentat stand Amri wegen verschiedener Delikte im Fokus von Polizei und Justiz. Auch im Zusammenhang mit der Messerstecherei in einer Bar im Stadtteil Neukölln im Juli 2016 habe es "gewisse Erkenntnisse gegeben", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Rande des Prozesses. "Aber es gab keinen dringenden Tatverdacht. Zeugen äußerten sich erst nach dem Anschlag." Auch der 30-jährige Verletzte habe zunächst nicht geredet.

Zwischen dem Tunesier Amri, dem ebenfalls aus Tunesien stammenden Angeklagte und einem dritten Komplizen war es Ermittlungen zufolge zu einem Streit mit einer Gruppe gekommen, die ebenfalls mit Drogen handelte. Amri soll mit einem Gummihammer auf einen Kontrahenten eingeschlagen haben.

Der Angeklagte erklärte, er habe sich damals in einer schwierige...

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