Mein Berlin: Wenn Berlin wie der Mount Everest ist

Viele Menschen tragen Survival-Rucksäcke mit sich – als ginge es auf eine abenteuerliche Wanderung.

Es gibt modetechnisch eigentlich nur eine Sache, die noch seltsamer ist als Jogger mit Stirnlampen und Radfahrer mit neongelben Warnwesten: Leute, die ihre Rucksäcke auf dem Bauch tragen. Das sieht nämlich nicht nur komisch aus, es spricht auch eine äußerst negative Weltsicht daraus: Wenn ich meinen Rucksack wie vorgesehen auf den Rücken schnalle, kommt ratzfatz ein Taschendieb und zockt mir meine Wertgegenstände daraus. Oder: Wenn ich beim Sport nicht einen Hochleistungsscheinwerfer auf der Rübe trage, falle ich in ein metertiefes Schlagloch oder werde von einem Auto überfahren.

Ja, in einer so schlecht beleuchteten und dunklen Stadt wie Berlin muss man da wirklich verdammt aufpassen. Manchmal sieht man ja seine Hand vor Augen nicht. Völlig unverständlich, wie Jogger ohne Stirnlampe es hier aushalten. Berlin scheint manchen Menschen überhaupt ähnlich schwere Bedingungen zu bieten wie der Mount Everest. Die Anzahl der wind-, wasser- und stilresistenten Multifunktionsjacken, der Hochleistungswanderschuhe und vor allem der Trekkingrucksäcke nimmt hier Ausmaße an, als sei der Weg zur Arbeit gefährlicher als eine dreiwöchige Survival-Safari durch den Himalaya.

Ich erzähle das alles, weil ich mir dieser Tage auch einen Rucksack kaufen möchte und mich deshalb auf dem Berliner Rucksackmarkt umsehe. Also, auf dem öffentlichen Berliner Rucksackmarkt da draußen, denn die Hauptstadt ist rucksacktechnisch ein regelrechtes Biotop. Ziemlich viele Menschen schleppen tagsüber ziemlich viel Gep...

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