Berlin: Berliner Polizeiwachen sind marode

Der Sanierungsstau ist riesig, er summiert sich auf eine Milliarde Euro. Doch schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht

Berlin.  Regen tropft durch Dächer, Wind pfeift durch Fenster, die Toiletten stinken, und gelegentlich fällt auch einmal ein Stück Putz von der Decke: Berlins Polizeiwachen und andere Dienstgebäude sind marode. Besonders schlecht ist der Zustand in der Direktion 4, zuständig für Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf. Der Sanierungsstau beläuft sich dort auf 225 Millionen Euro, das ist der größte Posten unter den sechs Polizeidirektionen. Insgesamt sind für ganz Berlin 971 Millionen Euro nötig – um die Gebäude zu reparieren und zu modernisieren. In keiner der sechs Polizeidirektionen liegt der Bedarf unter 125 Millionen Euro.

Mit diesen Angaben auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck präzisierte die Innenverwaltung die bisherigen Aussagen von Innensenator Andreas Geisel (SPD) zum Sanierungsbedarf bei der Polizei. Hinzu kommen fast 180 Millionen Euro bei der Feuerwehr.

Obwohl die Lage vor allem im Südwesten in vielen Polizeiwachen dramatisch erscheint, können die Beamten nicht auf schnelle Abhilfe hoffen: 2017 seien "aus Mitteln des Bauunterhalts" exakt "keine Investitionen" in die Gebäude der Direktion 4 vorgesehen, schreibt Geisels Staatssekretär Torsten Akmann. Auch unter Geisels längerfristigen Projekten spielt die Lösung des Gebäudeproblems keine Rolle. Die im Koalitionsvertrag zugesagten 50 Millionen Euro für Polizei und Feuerwehr zusammen sollen vor allem für Toiletten, Duschen und Küchen eingesetzt werden.

"Wir müssen auch ihre Wachen sanieren"

Der SPD-Abge...

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