Berlin: Berlins schönste Bank-Geheimnisse

Bankpaten Babette und Andreas Schloß im Park von Schloss Charlottenburg

Ein etwas anderer Ort der Erinnerung

Im Schlossgarten Charlottenburg erinnert eine Bank an die Tante und den Onkel von Babette Schloß (52). Für sie und Ehemann Andreas soll es ein neues Besuchsziel werden.

„Eigentlich sind wir gar nicht die Stifter dieser Bank. Wir sind sozusagen die Erben. Meine Tante hatte die Idee, mit einer Bank an meinen Onkel zu erinnern, als er vor zwei Jahren starb. Er hatte sich vor seinem Tod für eine Baumbestattung entschieden, es gibt also keine Grabstätte. Meine Tante hat sich einen anderen Ort zur Erinnerung gewünscht – und diese Bänke im Schlossgarten Charlottenburg gestiftet. Vor Kurzem ist meine Tante auch gestorben. Nach ihrem Tod war es mir wichtig, dass beide Namen auf das Schild kommen: Dort steht jetzt nicht mehr wie vorher: „I’m sailing“, sondern „We’re sailing“ und eben beide Namen: Gisela und Michael Scheuing. Die beiden sind immer gern verreist, deshalb passt der Spruch gut zu ihnen.

Als Kind habe ich viel Zeit bei meiner Tante und meinem Onkel verbracht. Sie sind mit mir ins Museum gegangen oder auch ins Schloss. Beide haben sich sehr für Kunst interessiert, das wollten sie an uns Kinder weitergeben. Und sie waren beide sehr sozial eingestellt, haben viel gespendet und standen für alle in der Familie immer als Ratgeber zur Verfügung.

Für meine Tante war es wichtig, einen Ort zu Erinnerung zu finden, an den jeder gehen kann, ohne Eintritt zahlen zu müssen. Das war ein Grund, warum sie sich für eine Bank im Schlosspark entschieden hat. Di...

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