Berlin/Bonn: Die Schicksalsfrage der SPD

Auf Unterstützung aus Berlin kann der SPD-Parteivorstand um Martin Schulz beim Bundesparteitag nicht zählen.

Berlin/Bonn. Bei dem Sonderparteitag in Bonn wollen die rund 600 Delegierten der SPD entscheiden, ob die Partei nach den Sondierungsgesprächen auch in Koalitionsverhandlungen mit der Union eintritt. Die Stimmung innerhalb der Partei ist zwiegespalten. Es gibt einerseits massiven Widerstand gegen eine Neuauflage eines Bündnisses mit CDU und CSU, die Parteispitze hingegen wirbt für Verhandlungen. Die Abstimmung wird gegen 16 Uhr erwartet.

Große Koalition? So wollen die Berliner abstimmen

"Die Entscheidung ist offen", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Sonnabend der Berliner Morgenpost. Er unterstrich: "Sollte es zu Koalitionsgesprächen kommen, erwarten mit Sicherheit große Teile der Partei, dass die Verhandlungen genutzt werden, um in sozialen Themenfeldern die Handschrift der SPD deutlicher erkennbar zu machen." Im Berliner Landesvorstand hatte Landeschef Müller für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen votiert, die Mehrheit stimmte aber dem Juso-Antrag zu, der eine Neuauflage der GroKo ablehnt.

Über einen möglichen Koalitionsvertrag stimmen am Ende die mehr als 440.000 SPD-Mitglieder ab.

Koalitionsgespräche: Warum eine mutige SPD gebraucht wird

Als Mitglied des Bundesvorstandes ist Müller bei dem Sonderparteitag stimmberechtigt. Anders als Hamburgs Erster Bürgermeister und Vize-Bundes-SPD-Chef Olaf Scholz warb er am Wochenende aber nicht offensiv für die GroKo. Müller war mit in Hamburg, wo die SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses bis Sonntag ihre dreitä...

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