Berlin: Buchhalterin plünderte Tresor des Arbeitgebers: Haftstrafe

Der Mann war auf dem Parkplatz eines Gartencenters gestürzt. Eine Frau überrollte mit ihrem Auto ein Bein des Mannes.

Susanne B. hatte eine Vertrauensstellung. Sie war als Buchhalterin fast 20 Jahre lang zuständig für die Kontrolle der Konten ihres Arbeitgebers. Er betreibt Museumsbuchhandlungen. Dieses Vertrauen hat die 53-Jährige, die am Mittwoch im Moabiter Kriminalgericht zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde, gröblichst missbraucht. Sie entnahm dem Tresor regelmäßig Geld oder überwies es auf ihr eigenes Konto.

Die Staatsanwaltschaft hat einen Schaden von fast 400.000 Euro aufgelistet, die gestohlen und veruntreut wurden. In der Firma soll es deswegen sogar zum Abbau von Arbeitsplätzen gekommen sein. Geholfen hatte ihr bei den Straftaten, dass der Steuerberater der Firma lange krank war. Als ein neuer Steuerberater kam, wurde das Fehlen von Geld schnell bemerkt. Zurückverfolgen ließ es sich aber nur bis zum Februar 2009.

Dem Sohn das Studium in Australien finanziert

Susanne B. gab die Taten vor Gericht zu. "Im Nachhinein bin ich fassungslos, dass ich so etwas gemacht habe", erklärte sie. Die Frage, warum sie das Geld stahl, beantwortete sie nicht. Die Rede war aber von ihrem einzigen Sohn, der 2008 mit 17 Jahren nach Australien ging und an einer Privatuniversität Internationales Tourismusmarketing studierte. Sie überwies ihm dafür mehr als 100.000 Euro.

Und dann gab es auch noch einen neuen Mann, den sie – ebenfalls im Jahr 2008 – kennenlernte. Einen Polizeibeamten, mit dem sie viel verreiste. Fast zeitgleich begannen die Diebstähle. Ihr Mann und ihr Sohn hätten von den ...

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