Berlin: Wie ein ehemaliger Obdachloser jetzt anderen hilft

Guido Brück hatte Glück. Die Berliner Stadtmission half ihm, als er alles verloren hatte. Jetzt hilft er anderen.

Guido Brück war ganz unten. Durch den Alkohol verlor er seine Freundin, seinen Job und schließlich seine Wohnung. Aber er hatte Glück: nach sechs Jahren in der Obdachlosigkeit fand Brück dank der Berliner Stadtmission wieder zurück in die Gesellschaft. Sie besorgte ihm eine Wohnung und einen Job – mittlerweile betreut er die Kleiderausgabe der Stadtmission an der Lehrter Straße am Hauptbahnhof.

Auch wenn er schon seit 15 Jahren nicht mehr auf der Straße lebt, kann der heute 60-Jährige sich noch gut an diese Zeit erinnern. Kurz vor dem Ende der Kältehilfesaison der Stadtmission zum 1. April hat er Journalisten durch sein ehemaliges "Schlafzimmer" im Tiergarten geführt. Dort hatte der Einzelgänger hinter den Büschen einen Platz gefunden, "an dem ich mich verstecken und trinken konnte". Am Anfang habe er dabei noch die Hoffnung gehabt, dass das nur eine Phase ist. Nach einem Dreivierteljahr sei diese Hoffnung jedoch gestorben. Angefangen hatte Brücks Weg aus der Obdachlosigkeit in einer Notunterkunft der Stadtmission. Dorthin war er gegangen, als er eine besonders kalte Nacht im Jahr 2002 nicht mehr aushalten konnte. Mit der einfachen, aber fundamentalen Bitte "Ich möchte wieder ein Mensch werden" habe er sich dann an die Helfer der Stadtmission gewandt.

Kältehilfe zählte im Winter 48.000 Übernachtungen

Die waren auch im vergangenen Winter gefordert wie selten. Zwischen November und März hat die Kältehilfe in ihren Einrichtungen rund 48.000 Übernachtungen gezählt – 3000 mehr als im...

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