Berlin: Erste Tempo-30-Zonen auf Hauptstraßen noch dieses Jahr

Wilhelmstraße, Dorotheenstraße, Friedrichstraße und Leipziger Straße stehen auf der Liste des Senats ganz oben

Berlin.  In Berlin wird noch in diesem Jahr auf mehreren Hauptstraßen Tempo 30 vorgeschrieben. Das hat Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) im Interview mit der Berliner Morgenpost angekündigt. "Das machen wir in der Tat", sagte Günther. Grund für die Geschwindigkeitsbeschränkungen seien die hohen Belastungen mit Stickoxiden an einigen Straßenzügen. Stickoxide gelten als Verursacher von Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Für Asthmatiker stellen sie eine akute Gesundheitsgefahr dar.

Dort, wo die von der Europäischen Union (EU) festgelegten Grenzwerte extrem überschritten werden, "müssen wir etwas tun", sagte die parteilose Senatorin: "Das ist auch keine Frage des Wollens." Auf der Liste des Senats der am stärksten betroffenen Straßen stehen demnach Potsdamer Straße mit 64 Mikrogramm, die Wilhelmstraße (60), Dorotheenstraße (58), Friedrichstraße (57), Leipziger Straße (54), Schillstraße (53), Mariendorfer Damm (52) sowie die Stadtautobahn (59) ganz oben. Auch an der Frankfurter Allee werden die Grenzwerte regelmäßig überschritten. Die Senatsverwaltung verweist auf Erfahrungen aus der Schildhornstraße in Steglitz und der Beusselstraße in Moabit. Dort sei es gelungen, durch einen besseren Verkehrsfluss bei Tempo 30 die Konzentration von Stickoxiden um fünf bis sieben Mikrogramm zu senken.

Wenn nichts passiert drohen Fahrverbote für Dieselautos

Seit 2015, so Günther, laufe ein Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland. Und es gebe konkret eine ...

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