Mein Berlin: Faule Menschen, bitte blockiert nicht immer den Aufzug!

An Berliner Bahnhöfen blockieren faule Menschen die Fahrstühle für alle, die sie wirklich brauchen. Schluss damit, sagt Nina Paulsen.

Gestern wollte ich mit der Bahn von Prenzlauer Berg nach Neukölln fahren und kam deshalb zum Umsteigen am Alexanderplatz vorbei. Ich freue mich eigentlich immer, wenn ich zufällig am Alexanderplatz bin. Es ist schön, den Kopf in den Nacken zu legen und zum Fernsehturm nach oben zu schauen. Zur Sonne, die sich in der Kugel spiegelt. Zum blauen Himmel. Ich denke dann immer: Hach, Berlin, wie hübschihübsch du doch manchmal bist.

Das denke ich ungefähr so lange, bis ich zum ersten Mal angeschnorrt werde, ein zweijähriges Spendenabo für die Rettung des sibirischen Tigers abschließen soll, in eine zerbrochene Bierflasche trete oder von einer Horde shoppingwütiger Teenies auf dem Weg zu Primark umgerannt werde. Aber was soll's, ich mag den Alexanderplatz trotzdem, zumindest oben an der Sonne, an der halbwegs frischen Luft.

Unter Tage ist das natürlich ganz was anderes. Und im Bahnhofsgebäude, wo immer dieser eigenartige Geruch herrscht. So ein richtiges Eau d'Alex, eine deftige Fritteusenfettnote, Menschen, Ausscheidungen, Currywurst, radikal vermengt. Drinnen rennt man deshalb am besten immer ganz fix durchs Gebäude. Rein, treppab, treppauf, ab in die Bahn und tschüss.

Mit Baby und Buggy ist man auf den Aufzug angewiesen

Gestern aber ging das alles nicht so schnell. Gestern war ich mit Baby und Buggy unterwegs und deshalb auf die Fahrstühle am Alex angewiesen. Das ist eines dieser Dinge, die ich in vorkindlichen Zeiten nie gemacht habe: Fahrstuhl fahren, wenn es nicht nötig ist. Fahrst...

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