Mein Berlin: Stau kurz vor Berlin: Gefangen in Brandenburg

Stau auf der A 10 kurz vor Berlin – wie nervig. Doch manche machen es sich auf der Straße richtig gemütlich, beobachtet Nina Paulsen.

In der Zeitung habe ich gelesen, dass eine Hochzeitsgesellschaft am Wochenende die Autobahn A 2 bei Hannover blockiert hat. Auf allen drei Spuren wurde gefeiert und getanzt, deswegen ging es für ganz viele Reisende nicht mehr voran. Am Kudamm, wo die Redaktion der Berliner Morgenpost ist, haben wir das auch manchmal: Da blockieren Hochzeitsgesellschaften die Kreuzung zur Joachimsthaler Straße, und dann tanzen Braut und Bräutigam in der Mitte, bis es für alle weitergeht. Als Schaulustiger, der oben am Bürofenster steht, sieht das ziemlich toll aus. Schon klar, dass man das als Autofahrer unten anders sieht.

So einen Grund hätte ich mir aber gewünscht, als wir am Wochenende auf der A 10 im Stau standen. Nichts ging mehr vor und nichts mehr zurück und keiner wusste, warum. Selbst die Verkehrsnachrichten im Radio hatten nichts zum Stop-and-go auf dem Berliner Ring zu sagen. Zwei ziemlich frustrierende Stunden waren das, gefangen in Brandenburg nur wenige Kilometer vor Berlin entfernt. Die Hauptstadt verheißungsvoll nah – doch um uns herum nur grauer Himmel, graue Wiesen, Brandenburg. Und vor allem: kaum funktionierendes Handynetz.

Als Berliner hat man es im Stau besonders schwer

Die ganze Zeit musste ich an dieses Lied von Rainald Grebe denken: Ich fühl' mich heut' so ausgebrandenburgt. In Berlin kann man so viel erleben, in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben. Nimm dir Essen mit, wir fahren nach Brandenburg. Dabei habe ich eigentlich gar nichts gegen Brandenburg. Brandenburg ist...

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