Berlin: Fremdenfeindlicher Angriff auf jugendliche Kopftuchträgerin

In Berlin wurde eine Jugendliche aufgrund ihres Kopftuchs attackiert (Symbolbild: AP Photo/Martin Meissner)

Berlin präsentiert sich gern weltoffen und multikulturell. Doch Fakt ist: Auch hier werden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Religion angegriffen. So geschehen bei einem Vorfall vergangenen Montag im Berliner Stadtteil Tempelhof. Hier wurde eine 17-Jährige von drei Unbekannten attackiert, weil sie ein Kopftuch trug.

Die junge Frau war am helllichten Tag unterwegs, als sie von drei Unbekannten – zwei Männer und eine Frau – angepöbelt, beschimpft und körperlich angegriffen wurde. Sie trug Schürf- und Platzwunden davon und kam zur Behandlung in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Mehr Angaben konnten die Ermittler bisher nicht machen. Auf Nachfrage des „Vice“-Magazins sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag, es gebe bisher keine Hinweise auf eine Zunahme rechtsextremer Gewalttaten in Berlin. Doch allein in der vergangenen Woche gab es einige Vorfälle, die das weltoffene Bild der Hauptstadt infrage stellen.

So griffen Jugendliche im Stadtteil Neukölln eine Frau an, bewarfen sie mit einem Stein und beleidigten sie. Ein Mann afghanischer Herkunft wurde in Lichtenberg von Hooligans geschlagen und getreten. Sogar zwei Stolpersteine, die als Mahnmal vor den ehemaligen Wohnungen deportierter Juden fungieren, wurden von einem Unbekannten in Tempelhof-Schöneberg angesprüht.

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