Berlin: Immer mehr Unterricht an Berliner Schulen fällt aus

Allein an den Grundschulen wurden durchschnittlich 5300 Unterrichtsstunden pro Woche nicht gehalten

Die Grippewelle macht sich auch in den Klassenzimmern bemerkbar. Zurzeit fällt an vielen Berliner Schulen Unterricht aus. Aktuelle Zahlen für das laufende Schuljahr liegen noch nicht vor. Anders als für das Schuljahr 2016/17: Da lag der Unterrichtsausfall bei 11,2 Prozent – davon wurden neun Prozent vertreten, 2,2 Prozent der Stunden fielen weg. In den beiden Schuljahren davor hatte sich der Trend kurzzeitig gedreht. 2014/15 und 2015/16 lag der Ausfall bei zwei Prozent.

Auch an Berlins öffentlichen Grundschulen hat der Unterrichtsausfall im vergangenen Schuljahr erneut deutlich zugenommen: Durchschnittlich 5300 Unterrichtsstunden pro Woche wurden ersatzlos gestrichen. Das sind 2,1 Prozent der zu erteilenden Wochenstunden. Durchschnittlich 12,2 Prozent der Wochenstunden wurden vertreten, das waren 30.600 Stunden.

Diese Zahlen gehen aus einer der Berliner Morgenpost vorliegenden Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf Anfrage des SPD-Abgeordneten Joschka Lan­genbrinck hervor. Im davor liegenden Schuljahr 2015/16 waren an den Grundschulen durchschnittlich knapp 4000 Unterrichtsstunden pro Woche komplett ausgefallen – 1,7 Prozent der zu erteilenden Stunden.

Gewerkschaft: Personalausstattung muss erhöht werden

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) spricht von einer bedauerlichen Entwicklung. Ihre Forderung: Die Personalausstattung für jede Schule müsse auf 110 Prozent erhöht werden. "Es kann nicht hingenommen werden, dass bei jeder Krankheit und je...

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