Personalmangel: Zu lange Wartezeiten - Standesämter bekommen Servicestelle

Der Senat will gegen lange Wartezeiten bei den Standesämtern vorgehen. Vor allem Personalmangel macht den Ämtern zu schaffen.

Berlin. Das Standesamt Pankow empfiehlt Heiratswilligen weiterhin, die Hochzeit erst zu planen, wenn die Anmeldung geglückt ist. Denn die Wartezeit für einen Termin beträgt immer noch drei bis vier Monate. In Mitte dauert es durchschnittlich acht Wochen, bis Eltern die Geburtsurkunde ihres Kindes im Briefkasten haben. Experten haben jetzt die kritikwürdigen Zustände in den Berliner Standesämtern überprüft. Das Ergebnis der Organisationsuntersuchung offenbart einen enormen Rückstau bei der Bearbeitung der Fälle, verursacht durch ein massives Personalproblem. Derzeit fehlen laut der Analyse 33 Standesbeamte in Berlin. Die zuständige Staatssekretärin Sabine Smentek kündigte am Montag einen Aktionsplan gegen die gravierenden Probleme an. "Der Senat wird die Bezirke bei der Umsetzung unterstützen", betonte sie.

Vor den Abgeordneten benannte die Staatssekretärin im Ausschuss für Kommunikationstechnologie und Datenschutz 30 Handlungsempfehlungen und stellte konkrete Verbesserungen in Aussicht. "Organisatorischer Mittelpunkt wird eine regionalisierte Service-Stelle sein, die Kunden einen effizienten und einheitlichen Zugang zu den Leistungen der Standesämter bietet", sagte Smentek. Die Service-Stelle soll auch Terminbuchungen ermöglichen. Sie wird in einem Bezirk zentral für alle angesiedelt.

Aufgaben der Standesämter werden komplexer

Darüber hinaus soll die zentrale Einrichtung die bezirklichen Ämter von internen Aufgaben entlasten und das Aus- und Fortbildungsmanagement bündeln. Denn die Aufg...

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