Berlin-Mitte: Verbände wollen autofreie Friedrichstraße verschieben

Berlin. Die ab August geplante monatelange Sperrung der Friedrichstraße für Autos soll auf den Herbst verschoben werden. Das fordern Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handelsverband sowie der Verein Die Mitte in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung. am. Damit werde Zeit gewonnen, ein umfassendes Konzept für mehr Aufenthaltsqualität in der Einkaufsmeile zu erarbeiten,, hieß es zur Begründung.

Geplant ist, die Hauptverkehrsverbindung zwischen Französischer Straße und Rudi-Dutschke-Straße abschnittsweise für den motorisierten Verkehr zu sperren oder zur verkehrsberuhigten Zone zu erklären. Bis einschließlich Ende November soll der Feldversuch andauern. Das Experiment soll die Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. Sollte es erfolgreich verlaufen, könnte es Vorbild für weitergehende Lösungen in Richtung einer autofreien Stadt werden.

Doch bei den Gewerbetreibenden an der Friedrichstraße stößt das Vorhaben der Senatsverwaltung für Verkehr auf Skepsis. Von den 137 Händlern, die sich an der Umfrage der drei Wirtschaftsverbände beteiligt hatten, stehe eine knappe Mehrheit dem Pilotprojekt zwar grundsätzlich positiv gegenüber, heißt es in der Erklärung weiter. Sie sähen aber Politik und Verwaltung in der Pflicht, zuvor gemeinsam mit Anrainern ein Maßnahmenpaket zu entwickeln. Ein Verkehrsversuch ohne klares Konzept werde keine positiven Effekte haben. Da die Zeit bis zur geplanten Sperrung Anfang August knapp werde, um ein sinnvolles Konzept zu entwickeln, schlag...

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