Berlin–New York: Freiheit auf beiden Seiten des Atlantiks

John F. Kennedy im Jahr 1963 in Frankfurt

Schluss mit sexy, jetzt sind wir Berliner frei. Zumindest will es so der Berliner Senat, der mit dem Slogan "#FreiheitBerlin" seit einigen Monaten für die Bundeshauptstadt wirbt. In jeder U-Bahn-Station und an der Gepäckausgabe am Flughafen hängen Plakate, auf denen drei Männer auf Paddelbrettern auf der Spree zu sehen sind, während die Sonne hinter der Oberbaumbrücke untergeht. Vermutlich ist die Dreiergruppe auf einem kurzen Ausflug zwischen Büro und Club Berghain. Dann gibt es Zitate von berühmten Berliner Persönlichkeiten wie Rosa Luxemburg zur Freiheit wie "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden".

So stellen sich Berliner die Freiheit vor. Für eine Amerikanerin eine befreiende Idee. Der erste Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten garantiert die Meinungsfreiheit. Geschrieben wurde er im Jahr 1787, nachdem das junge Land seine Unabhängigkeit vom britischen Königreich erkämpft hatte. Damit wurde die Freiheit in die US-amerikanische Geschichte geschrieben, zusammen mit der Idee, dass sie etwas ist, was hart erkämpft werden muss. Meist mit Waffen und nicht selten mit Soldaten. Dementsprechend wird die Freiheit in den USA mit sehr viel Patriotismus verbunden.

Heute hört man in Amerika, dass die Freiheit verteidigt werden muss. Dies nicht ohne Grund in Zeiten der zunehmenden globalen Unsicherheiten, in denen die westliche Welt von allen Seiten auf die Probe gestellt wird. Nur in Amerika wird immer häufiger der Begriff Freiheit im Zusammenhang mit Unabh...

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