Berlin-Pankow: Erst Romeo, dann Aggro: 17-Jähriger rastet in Tram aus

Ein 17-Jähriger verabschiedete sich an einer Haltestelle ausgiebig von seiner Freundin. Doch dann wollte der Fahrer die Tür schließen.

Wer liebt, vergisst schon mal Ort und Zeit und hat nur noch Augen für die angehimmelte Person. So erging es am Montagabend gegen 23.45 Uhr auch einem 17-jährigen Romeo in Pankow. An der Tram-Haltestelle Stiftsweg/Breite Straße konnte er sich nicht von seiner gleichaltrigen Freundin trennen und verhinderte immer wieder, dass der Straßenbahn-Fahrer die Türen schließen konnte.

Schließlich wurde es dem 22-jährigen Fahrer zu bunt. Er forderte den 17-Jährigen auf, doch endlich den Eingangsbereich frei zu machen, damit die Bahn weiterfahren könne. Diese Worte rissen den Romeo offenbar erst einmal aus seinem Liebestummel. Binnen Sekunden schaltete er von Romantiker auf Aggro um, zog einen Teleskopschlagstock aus der Tasche, lief nach Aussagen von Zeugen zur Fahrerkabine und schlug mit dem Stock gegen die Bahn.

Seine Freundin versuchte noch, ihn zurückzuhalten, doch der 17-Jährige fuchtelte weiter mit seinem Stock herum. Der Fahrer fühlte sich deswegen bedroht und drückte den Notknopf. Als der Jugendliche das bemerkte, flüchtete er. Polizisten nahmen ihn wenig später fest. Hatte er noch kurz zuvor seine Freundin mit Liebesschwüren bedacht, erging er sich nun in Beleidigungen gegen die Beamten. Seinen Teleskopstock hatte er in der Zwischenzeit weggeworfen.

Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 0,9 Promille. Da keine Erziehungsberechtigten erreicht werden konnten, brachten ihn die Polizisten zum Jugendnotdienst. Gegen den 17-Jährigen wird jetzt wegen Sachbeschädigung, Nötigung, Bele...

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