Berlin, Paris und Brüssel wollen an europäischer Impfstoff-Strategie festhalten

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Impfstoff-Lieferung in Sachsen-Anhalt

Deutschland, Frankreich und die Europäische Union wollen nach Angaben der Regierung in Paris an der europäischen Impfstoff-Beschaffungsstrategie festhalten. Eine europäische Koordination müsse es sowohl bei den Impfstoffbestellungen als auch mit Blick auf die Impfstoffproduktion in Europa geben, erklärte der Elysée-Palast am Freitag nach Telefonaten von Präsident Emmanuel Macron mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Macron und Merkel seien sich in ihrer Entschlossenheit einig, die Impfstoff-Strategie "innerhalb eines europäischen Rahmens und auf der Grundlage eines robusten und fairen Verteilungsmechanismus" weiterzuverfolgen, erklärte die französische Präsidentschaft weiter. Diese Sichtweise vertrete auch die EU-Kommissionschefin.

An der EU-Strategie zur Impfstoff-Beschaffung hatte es in Deutschland zuletzt massive Kritik gegeben. Unter anderem aus der SPD gab es Vorwürfe, wonach im vergangenen Jahr zu wenig Impfstoff bei den Firmen Biontech und Pfizer bestellt worden sei. Am Freitag teilte von der Leyen mit, dass die EU ihre Bestellung des Vakzins von Biontech und Pfizer von 300 Millionen auf 600 Millionen Dosen aufgestockt habe.

isd