Berlin: Mit Polizei und BVG im Nachteinsatz in der U-Bahn

BVG und Polizei gehen seit sechs Wochen gemeinsam Streife. Sie sollen für mehr Sicherheit in der U-Bahn sorgen.

Schnell noch aus dem Zug springen oder sitzen bleiben? Eine Entscheidung, die nicht wenige Fahrgäste der U8 offenbar binnen weniger Sekunden treffen müssen. Freitagabend, Kottbusser Tor in Kreuzberg. Wo auch immer an diesem Abend die Doppelstreifen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Polizei kurz vor der Abfahrt die Waggons betreten, meldet sich bei einigen das schlechte Gewissen, da sie wohl ohne Fahrschein unterwegs sind. Auch offene Bierflaschen verschwinden und Pappboxen mit asiatischen Nudelgerichten werden zugeklappt. Offenbar genügt die bloße Anwesenheit uniformierter Sicherheitskräfte, dass sich Fahrgäste an die Hausordnung der BVG erinnern.

Dabei ist das nicht die vorrangige Aufgabe der Doppelstreifen. Ihre Mission: Die Präsenz der Polizei im öffentlichen Nahverkehr soll das Sicherheitsgefühl der Menschen verbessern. So hatte es Innensenator Andreas Geisel (SPD) Ende Februar als Aufgabe formuliert. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag hatten BVG und Polizei am 24. Februar unterzeichnet. Seitdem sind fünf Doppelstreifen, bestehend aus jeweils zwei Polizisten und zwei Sicherheitsmitarbeitern, an sieben Tagen in der Woche im Einsatz. Auch am vergangenen Freitag in der Nacht zu Sonnabend. Zwei für die Polizei und BVG "besonders wichtige Tage", wie Polizeisprecher Winfrid Wenzel sagt. Denn an diesen Wochentagen seien mehr betrunkene und dadurch aggressivere Menschen unterwegs.

Ein Kioskverkäufer beschwert sich über die Streifen

U-Bahnhof Alexanderplatz in Mitte. ...

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