Berlin-Schöneberg: Der Viktoria-Luise-Platz blüht wieder auf

Ein Jahr haben die Anwohner dafür gekämpft, dass das Gartendenkmal wieder bepflanzt wird – mit Erfolg.

Vor einem Jahr sah es auf dem Viktoria-Luise-Platz im Herzen Schönebergs noch ganz anders aus. Mulch bedeckte die Beete des Schmuckplatzes. Von üppiger Frühjahrsbepflanzung fehlte jede Spur. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sparte sich trotz vehementer Anwohnerproteste die Ausgaben für die Bepflanzung der denkmalgeschützten Anlage. Braun statt bunt.

Jetzt sind Mulch und Müll weggeräumt, die Büsche ordentlich gestutzt. Gitter schützen die Frühjahrsblüher, die ihre ersten Blattspitzen aus der Erde heben. Am Donnerstag wird die Fontäne in der Mitte des Platzes wieder angestellt und sogar aus den Mäulern der beiden Löwenköpfe auf beiden Seiten der Kolonnaden soll seit fast zehn Jahren erstmals wieder Wasser fließen.

Auch andere Plätze im Bezirk erhalten wieder Blumen

Henning Niederhoff und Klaus von Krosigk von der Bürgerinitiative Viktoria-Luise-Platz sind erleichtert, dass das Mulch-Intermezzo nur eine Saison gedauert hat. Sie haben mit anderen Anwohnern dafür gekämpft, dass der Schmuckplatz wieder so hergestellt wird, wie ihn sein Erbauer Fritz Encke um 1900 einmal erdacht hat. "Es ging uns ja auch nicht allein um den ,Viki'", sagt Niederhoff. Sie fürchteten, dass die Vernachlässigung des Gartendenkmals vor ihrer Haustür eine Art Domino­effekt auslösen würde. "Heute der Viktoria-Luise-Platz, morgen noch andere Plätze in der Stadt."

Ganz unrecht hatte die Initiative mit ihrer Befürchtung nicht. Auch andere denkmalgeschützte Plätze im Bezirk, wie die Beete am Platz der Luftbrücke, wu...

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