Berlin: So strukturiert die Berliner Feuerwehr ihre Einsätze um

Notfallsanitäter sollen künftig noch autonomer entscheiden und Notärzte per Telemedizin auf die Einsatzwagen schalten können.

Weil die Berliner Feuerwehr immer mehr Einsätze bewältigen muss, strukturiert sie weiter um. Das sagte Landesbranddirektor Wilfried Gräfling am Rande der Eröffnung der neuen Lehrrettungswache in Mitte am Donnerstag. In der Leitstelle sollen Einsätze noch genauer nach Bedarf gefiltert werden. Zudem sollen Notfallsanitäter künftig noch autonomer entscheiden und Notärzte per Telemedizin auf die Einsatzwagen schalten können.

Mit der Umstrukturierung reagiert die Berliner Feuerwehr auf gestiegene Anforderungen. Über die Jahre kamen immer mehr Einätze hinzu. Waren es 2005 noch 273.000 Einsätze, kletterte diese Zahl 2015 bereits auf 434.000 Einsätze. "Die Stadt wächst. Außerdem wird die Gesellschaft immer älter", sagt Landesbranddirektor Gräfling. Und die Feuerwehr müsse sich in ihrer Struktur anpassen.

Bis zu 5000 Notrufe an nur einem Tag

Bei den Einsätzen machen Rettungsdienste mit 363.000 Einsätzen (2015) den Löwenanteil aus. Zuletzt hatte es immer wieder Schlagzeilen gegeben, dass Rettungswagen zu lange bis zum Einsatzort brauchten oder Notärzte nicht verfügbar waren. Am Tag landen in der Leitstelle bis zu 5000 Notrufe. Davon sind etwa 1500 echte Einsätze und darunter etwa 1000 Rettungseinsätze. Für diese 1000 Rettungseinsätze stehen aber nur 21 Notärzte zur Verfügung. "Wir müssen eine Entlastung des Rettungsdienstes hinbekommen", sagte Gräfling weiter. Der Plan: Notärzte sollen nur noch zu den Einsätzen geschickt werden, wo sie auch wirklich gebraucht werden. Und das ist bei Weite...

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