Verkehr in Berlin: Tempelhofer Damm wird ab 2020 zur Großbaustelle

Wasserkanäle, U-Bahntunnel, Stromleitungen, Gasrohre: Ab 2020 soll alles in einem Projekt erneuert werden.

Der Tempelhofer Damm soll das Modellprojekt werden. Die stark befahrene Verbindung vom Platz der Luftbrücke nach Süden wird ab 2020 zur Großbaustelle. Dabei wollen alle Beteiligten zeigen, wie effektive Baustellenkoordination aussehen kann in Berlin.

Denn bisher beobachten Bürger immer wieder, dass Straßen erst aufgebuddelt, dann wieder zugemacht und wenige Wochen später wieder aufgerissen werden. Ja, das sei leider oft so gewesen, räumen auch die Planer der großen Infrastrukturunternehmen ein, die für einen Großteil der Buddelei auf Straßen und Bürgersteigen verantwortlich zeichnen. Das Stromnetz verlegt neue Kabel, die Wasserbetriebe (BWB) reparieren Kanäle, die BVG dichtet U-Bahntunnel ab, der Gasnetzbetreiber NBB erneuert Gasrohre – und lange Zeit wussten sie wenig voneinander. Die Politik hat mit einem "Aufgrabungsverbot" reagiert und untersagt, gerade fertiggestellte Straßen kurz danach wieder anzufassen.

Mit dem neuen digitalen Baustellenatlas und dem Verein Infrest können nun immerhin alle wissen, wer wann, wo, welche Baumaßnahme plant. Und jedes Unternehmen kann überlegen, ob es sich dranhängt, um eben nur einmal die Straße aufzubuddeln, was auch für alle billiger käme. Das erfordert enge Absprachen und Flexibilität, kommt aber den Budgets der Unternehmen und den Nerven von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern zugute.

Am Tempelhofer Damm will Infrest exemplarisch zeigen, wie es geht. Der Auslöser sind die mehr als 100 Jahre alten Abwasserdruckleitungen der Wasserbetriebe. ...

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