Berlin: Vase bei KPM gestohlen - 1800 Euro Strafe

Ein 35-Jähriger hat zugegeben, eine wertvolle Vase bei der KPM gestohlen zu haben. Er habe Geldprobleme gehabt, sagte er vor Gericht.

Nach dem Diebstahl einer wertvollen Vase aus einer Geschäftsvitrine der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) in Berlin-Charlottenburg muss der Täter eine Geldstrafe von 1800 Euro zahlen. Der 35-Jährige habe sich in einer persönlich schwierigen Lage dazu verleiten lassen, die pokalförmige Vase im Wert von 5400 Euro zu entwenden, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Freitag. Vier Tage später hatte der Angeklagte die Vase zurückgegeben. "Er war völlig überfordert mit dem Diebesgut", sagte sein Verteidiger.

Der geständige Angeklagte hatte das Geschäft am Vormittag des 25. Juli 2016 betreten. Als die Verkäuferin im Gespräch war, nahm er die Porzellanvase mit Blumenmalerei - mehr als 40 Zentimeter hoch und mehrere Kilo schwer - und floh. Weil sich eine Radfahrerin an seine Fersen heftete und das Kennzeichen des Fluchtautos erkannte, kamen die Ermittler dem 35-Jährigen schnell auf die Spur.

Bild Nr. 1:
KPM Vase Repro: Michael Mielke

Der gelernte Steinsetzer sagte, ein Freund habe ihm für die Tat 500 Euro versprochen. Weil er kurz zuvor das Urlaubsgeld der Familie an einem Spielautomaten verloren hatte, habe er sich auf den Diebstahl eingelassen. Auf der Flucht habe er die schwere Vase in einem Gebüsch versteckt. "Der Freund war nicht zu sehen", sagte der Angeklagte. "Ich wusste nicht, was ich mit der Vase anfangen sollte." Später habe er die Beute mit Hilfe eines Rechtsanwalts zurückgegeben.

Der Mann war wegen Diebstahls vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Monaten Haft auf Bewährung verlangt. Der Verteidiger pl...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen