Berlinale: Schlangestehen für die Berlinale-Tickets

Kein Protest: Diese Menschen warten auf die Öffnung des Ticketschalters für die Berlinale

Nicht Festivalchef Dieter Kosslick. Nicht Jury-Präsident Tom Tykwer. Keiner wird bei dieser Berlinale mehr Zeit auf dem roten Teppich verbringen als er: Georg Krömer. Aus Tempelhof. Mit einer Packung Kekse und einer Flasche Orangensaft hat sich der 55-Jährige mit dem weißgrauen, jugendlich-halblangen Haar am Vorabend im Schlafsack auf die rote Auslegeware am Verkaufshäuschen der Potsdamer Platz Arkaden gebettet und darauf gewartet, dass um zehn Uhr endlich die ersten Eintrittskarten ausgegeben werden. Als er Montag früh die Augen öffnet, ist die Warteschlange hinter ihm schon mehrere Dutzend Menschen lang – allesamt Berlinale-Fanatiker wie er.

Es ist Krömers 30. Berlinale-Übernachtung. 38 Berlinalen hat er insgesamt besucht. Jetzt noch schnell einen Teddy vom Souvenirstand holen (24,90 Euro) und die alljährlich neu designte Festivaltasche (ebenfalls 24,90 Euro) eingepackt, dann geht es zurück an die Arbeit. Jeden Tag schaut er ab Donnerstag gut drei Filme. Bis dahin muss der Unternehmensberater wenigstens halbtags noch ordentlich etwas vorarbeiten.

Bild Nr. 1:
Angela mit ihren 24 Tickets Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Nicht ganz 30 Tickets wie Krömer, nur 24 Stück, die noch aneinanderhängen, faltet Angela, 28-jährige Studentin aus Friedrichshain, zusammen. Seit fünf Uhr hat sie gewartet. "Nach den Schlafsackübernachtern waren wir die sechsten in der Reihe", sagt sie. Und: "Ich mag die Vorstellungen in den Kiez-Kinos, die persönliche Atmosphäre, die dort herrscht – und, dass oft Schauspieler mit im Saal sind." Ihre Mutter Ina (58) sagt: "Berlinale ...

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