Berliner Ensemble: Intendant Oliver Reese: „Alle scharren hier mit den Hufen“

Berlin. Im Foyer des Berliner Ensembles sieht es momentan aus, als würde das Theater umziehen: Stuhlreihen werden ausgebaut, um die Zahl der Zuschauer pro Vorstellungen zu reduzieren. Auch sonst musste sich Oliver Reese, seit 2017 Intendant des Hauses, mit seinem Team einiges einfallen lassen, um den Auflagen wegen der Corona-Pandemie gerecht zu werden und Sicherheit für Publikum und Mitarbeiter zu gewährleisten. Wir trafen ihn im Berliner Ensemble zum Gespräch – selbstverständlich in gesichertem Abstand.

Berliner Morgenpost: Wie kommen Sie durch die Krise, Herr Reese?

Oliver Reese: Ich persönlich: gut. Ich bin nicht im Homeoffice, sondern dauernd im Haus unterwegs, wir haben ja große Räume hier im Theater. Deswegen ist es auch gut möglich, miteinander zu sprechen. Ich habe mit unserem Ensemble eine Spaziergangstour begonnen, ich gehe mit jedem einzelnen anderthalb Stunden spazieren und bin fast durch damit. Ich möchte wissen, wie es ihnen geht, welche Ideen Schauspieler in der Krise haben. Das ist toll, diese Gespräche zu führen. Alle scharren hier mit den Hufen und wollen endlich wieder Theater machen.

Was geschieht denn gerade im Haus?

Hier steht nichts still. Wir haben gerade den Bühnenboden im Großen Haus komplett ausgetauscht. Wir bauen das Neue Haus fertig und sanieren den Innenhof zu Ende. Und wir fangen am
2. Juni mit den Proben an, das alles ist vorbereitet.

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