Berliner Reaktionen: Türkei-Referendum: "Ergebnis stellt auch uns auf die Probe"

Auch die Berliner Politik reagiert auf den Ausgang des Referendums in der Türkei. Der Grundtenor: Besorgnis.

Nach dem Referendum in der Türkei über die Einführung eines Präsidialsystems reagiert auch die Berliner Politik auf das Ergebnis. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) äußerte sich am Montag gegenüber der Berliner Morgenpost: "Ich sehe mit Sorge auf die Türkei - deren Wandel von einem demokratischen Rechtsstaat hin zu einer autoritären Herrschaft. Der Verlust an Freiheit in der Türkei ist bedrückend. Wichtig ist hier in Berlin, dass wir den innergesellschaftlichen Frieden und die Erfolge der Integration türkischstämmiger Berlinerinnen und Berliner bewahren und ausbauen können."

Bei den Grünen befürchtet man nun eine gesellschaftliche Spaltung. "Das Ergebnis des türkischen Referendums hinterlässt eine zutiefst gespaltene türkische Gesellschaft - auch in Berlin. Wir müssen diese wieder zusammenführen und die Bedeutung und Vorteile von Freiheit, Vielfalt und Demokratie wieder stärker bewerben", sagte Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, der Berliner Morgenpost. Es scheine, dass immer mehr Menschen diese Errungenschaften nicht mehr ausreichend zu schätzen wüssten.

Der sehr knappe Ausgang des Referendums zeige, dass Erdogan längst nicht das gesamte türkische Volk hinter sich hat, sagte Grünen-Landeschef Werner Graf der Morgenpost. Das Ergebnis stelle keinen klaren Auftrag zum Durchregieren dar. Er hoffe, dass Erdogan diese Mahnung ernst nimmt und eine Politik für die gesamte Türkei macht, erklärte Graf.

"Die Türkei hat sich mit dem Refere...

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