Berufsfindung: Ab ins Praktikum

Den passenden Beruf zu finden ist gar nicht so einfach. Planspiele und Praktika helfen Jugendlichen bei der Orientierung. Manchmal startet dabei sogar eine Karriere

Emad hat einen Traum: Er will KFZ-Mechatroniker werden. Besonders angetan haben es ihm amerikanische Autos. Deutsche mag er auch, doch die sind noch relativ neu für ihn. Erst vor zwei Jahren kam der damals 15-jährige Syrer ohne Eltern nach Deutschland. Mit 40 anderen Jugendlichen lebte er in einem Flüchtlingsheim. Das erste Jahr lernte er Deutsch und wurde dann im Oberstufenzentrum KFZ-Technik in Charlottenburg aufgenommen, wo der 17-Jährige derzeit die 10. Klasse besucht. Mit der Verständigung klappt es prima, Emads Deutsch ist ziemlich gut. Wie soll es jetzt weitergehen? Erst einmal will Emad seinen Schulabschluss machen, dann eine Lehre als KFZ-Mechatroniker. Vielleicht schafft er ja sogar das Abitur.

Emad hat seinen Praktikumsplatz bei Auto Herbst ganz allein über das Internet gefunden. So sollte es eigentlich sein, doch es klappt nicht immer. Oftmals läuft die Vermittlung über die Schule oder Freunde der Familie. Und es ist auch nicht selbstverständlich, dass Jugendliche eine so klare Vorstellung von ihrer Zukunft haben wie Emad und ihre berufliche Karriere so zielstrebig angehen.

Für den 17-Jährigen ist es schon das zweite Praktikum in der Autowerkstatt am Gendarmenmarkt. Dieses Mal ist er fünf Wochen da. Er kann schon Reifen wechseln, Scheibenwischer tauschen oder einen Auspuff reparieren. Für die Werkstatt ist das Einstellen von Praktikanten eine Möglichkeit, einem potentiellen neuen Azubi wie Emad auf die Finger zu schauen. Die Arbeit mit Praktikanten bedeutet für die ...

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