Auch Beschäftigte von McDonald's und Pizza Hut können Kurzarbeitergeld bekommen

Auch die Beschäftigten von McDonald's, Pizza Hut, Vapiano oder Nordsee können wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld bekommen. Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einigten sich auf eine Zusatzvereinbarung im gerade vereinbarten Tarifvertrag, die rechtlich die Zugangsmöglichkeit zum Kurzarbeitergeld schafft, wie beide Seiten am Dienstag mitteilten. Die Beschäftigten können die Leistung rückwirkend ab 1. März erhalten.

Wenn eine Fastfood-Filiale schließt oder die Beschäftigten weniger eingesetzt werden und Kurzarbeit beantragt wird, dann müssen die Beschäftigten mit dem reduzierten Lohn, dem Kurzarbeitergeld und einer Aufstockung durch den Arbeitgeber auf 90 Prozent ihres alten Nettolohns kommen, wie NGG-Verhandlungsführer Freddy Adjan erläuterte. Zudem vereinbarten beide Seiten einen Kündigungsschutz zwei Monate über die Laufzeit der Kurzarbeit hinaus.

Die Branche beschäftigt rund 120.000 Menschen. "Zurückgehende Gästezahlen, Umsatzeinbußen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellen eine Belastungsprobe für die Branche dar", erklärte der BdS. Mit der Kurzarbeits-Lösung "sichern wir Arbeitsplätze und verschaffen den Unternehmen etwas Luft zum Atmen", erklärte Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante.