Beschwerden beim Lageso: 66 Mängel in Berliner Alters- und Pflegeheimen festgestellt

Ein Investor sollte auf dem Kaulsdorfer Wernerbadareal eine Pflegeeinrichtung für Demenzkranke bauen und betreiben

Berlin. Wenn beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) Beschwerden über Pflege- und Altenheime eingehen, betrifft die Kritik meist entweder das Essen oder die Personalausstattung. Jeder Beschwerde werde nachgegangen, versicherte Lageso-Präsident Franz Allert am Dienstag vor Journalisten. Oft seien die Vorwürfe aber unpräzise oder lägen lange zurück und seien daher nur schwer nachzuvollziehen.

Die Heime werden aber auch regelmäßig überprüft. Nach Allerts Angaben wurden dabei 66 Mängel in 42 Einrichtungen festgestellt. In 19 Fällen sei es etwa um eine unzureichende Personalausstattung gegangen, achtmal um unzureichende Dokumentation der Pflegeleistungen, siebenmal um Fehler bei der Medikamentenvergabe. Aber auch Mängel bei der Hygiene sowie der Versorgung der Heimbewohner mit Flüssigkeit seien den Prüfern aufgefallen. Zur Schließung eines Heimes, der schärfsten Sanktionsmöglichkeit, sei es im vergangenen Jahr nicht gekommen, sagte der Behördenchef. Wohl aber seien Belegungsstopps ausgesprochen worden, in einem Fall sogar über mehrere Wochen.

Allert bezeichnete den Belegungsstopp als wirksamstes Druckmittel, weil den Betreibern schnell Einnahmen entgingen. In Berlin lebten 2017 fast 40.000 Menschen in 584 stationären Einrichtungen für Pflegebedürftige und Behinderte. Die Zahl blieb im Jahresvergleich nahezu konstant. Hinzu kommen 645 betreute Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige, in denen fast 5000 Berliner leben, sowie mehr als 830 WGs für rund 9000 Menschen mit Behinderung....

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