Best of MOPO: „Peinlich und deprimierend“: Mein Tag als Rosenverkäufer in Hamburg

Sie kommen in jede Bar, sind oft ziemlich nervig und fragen einfach jeden: Rosenverkäufer. Nur warum tun diese Männer sich das an? Ist das Geschäft mit den Rosen wirklich so lukrativ? MOPO-Reporter Hasan Gökkaya hat den Selbsttest gemacht und versucht, 30 Rosen in Hamburgs Kneipen zu verkaufen.

Dienstag, 19 Uhr, die „Filmhauskneipe“ in Ottensen: Ich stehe zwischen den plaudernden Menschen. Mein Herz pocht, ich habe das Gefühl, dass mich alle beobachten. Die Gäste an den Tischen sind schick angezogen, einige genießen ihren Weißwein, andere haben sich Salat bestellt.

Hamburg: MOPO-Reporter als Rosenverkäufer unterwegs

Der Mann am ersten Tisch guckt mich an, als wollte er sagen: Was will der Typ denn hier? Ich umklammere meine 30 Rosen, meine Hände zittern, ich atme einmal tief durch und lege los: Mein Abend als Rosenverkäufer beginnt.

Am ersten Tisch sitzt ein Paar, die Frau schüttelt sofort ihren Kopf – ich brauche mich gar nicht weiter zu nähern. Die anderen Tische arbeite ich schnell ab: „Rose für zwei Euro?“ Die Antwort ist immer kurz und schmerzhaft: „Nein danke.“ Vor der Tür muss ich mich erst mal wieder sammeln. War mir das gerade peinlich? Ja! Total!

Einige Meter weiter versuche ich es in einem asiatischen Restaurant. Paare, Gruppen, Kumpels – ich frage sie jetzt alle. Ein Tisch fällt mir schnell auf, wegen der hübschen Brünetten. „Eine Rose für die Dame?“, frage ich. „Nein“, antwortet der Mann an ihrer Seite. Ich bleibe hartnäckig: „Ich habe auch gelbe...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo